20.02.2018

NTV: Kurden mit neuem „Tanzpartner“ – Assad kämpft nun gegen Nato-Panzer

19. Januar 2018

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Benjamin Konietzny, Journalist bei ntv, hat Yan St-Pierre um seine Einschätzung zur Situation in Afrin, Syrien gebeten.

„Je nachdem wie die Situation gerade ist, sucht man sich neuen Allianzen. Der Tanzpartner wechselt jede Woche“, sagt Yan St-Pierre, der weltweit Regierungen in Sicherheits- und Terrorismusfragen berät. Er glaubt nicht, dass die neue Allianz von großer Dauer ist: „Es würde mich auch nicht wundern, wenn Kurden und syrische Armee in zwei Wochen wieder verfeindet sind.“ Momentan gäbe es ein gemeinsames Interesse: die Türken vom Einmarsch nach Afrin abzuhalten. „Ich sehe das als kurzfristiges taktisches Manöver. Die Syrer wollen nicht, dass die Türkei einen Teil Syriens erobert und die Kurden brauchen Unterstützung, die sie von ihren mächtigen Verbündeten, den Amerikanern nicht bekommen.“

(…)

Wenn jedoch künftig ein Nato-Mitglied im direkten Feindkontakt mit der syrischen Armee steht, kann es dann nicht auch zu Situationen kommen, die die übrigen Partner der Allianz auf den Plan rufen – Stichwort Bündnisfall? Yan St-Pierre hält es für unwahrscheinlich, dass die Türkei damit durchkommt. „Es gibt klar formulierte Ausnahmen zum Artikel 5, dem Bündnisfall. Es muss unmittelbar die nationale Sicherheit bedroht sein und das war nach Ansicht der Nato-Partner in der Türkei bisher nicht der Fall“, sagt er. Im „Extremfall“ sei aber kein Szenario auszuschließen. An dem neuen Bündnis zwischen SDF und Assads Armee zeige sich, wie kompliziert dieser Krieg sei, erklärt St-Pierre. „Und es zeigt sich insbesondere, wie kompliziert Stellvertreterkriege sind. Der Krieg ist selten schwarz-weiß, sondern meistens nur grau. Und dieses Grau führt zu absurden Situationen wie jetzt.“

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